Crashs für mehr Sicherheit: die Unfallforschung von Mercedes-Benz

Fahrzeug & Technik

Helfer im Hintergrund.

Ganz genau hinschauen, damit alle sicherer unterwegs sind: die Unfallforschung bei Mercedes‑Benz Trucks.

Die Nutzfahrzeug-Unfallforscher von Mercedes-Benz schauen ganz genau hin – und das seit fast 50 Jahren.


Ein Unfall sollte am besten gar nicht erst geschehen – das hat für Mercedes‑Benz Trucks oberste Priorität. Aber was genau macht eine Verkehrssituation gefährlich, und wie lassen sich die Fahrer noch besser unterstützen? Damit beschäftigt sich seit 1972 bei Mercedes‑Benz die Abteilung Unfallforschung.

Jede Information zählt.

Die Spezialisten nehmen sich immer wieder reale Unfälle vor und versuchen, den Hergang und die Schäden exakt nachzuvollziehen. Der rege Austausch mit der Polizei und Gutachtern hilft dabei. Ganz wichtig auch die Frage: Passt dieser Unfall in ein Muster? Ist es zum Beispiel immer wieder die gleiche Überholsituation, die zu einem Unfall führt? Und gibt es hier eine Möglichkeit, die Sicherheit für alle zu verbessern?

Als die Unfallforscher vor fast 50 Jahren ihre Arbeit aufnehmen, konzentriert sich alles noch auf die passive Sicherheit. Also etwa auf die Stabilität des Fahrerhauses. Aber schon 1981 rüstet Mercedes‑Benz als erster Hersteller weltweit seine Lkw mit dem Antiblockiersystem ABS aus – Startschuss für die aktive Sicherheit und Beginn einer langen Entwicklungsgeschichte, die zu heutigen Innovationen wie dem Active Brake Assist 5 führt.



Vor der Entwicklung kommt die Analyse.

Unfälle detailliert auszuwerten ist enorm wichtig, um Systeme wie den Abbiege-Assistent, den es seit 2016 für Mercedes‑Benz Trucks ab Werk gibt, in Angriff nehmen zu können. Das gilt genauso für den Active Drive Assist und die MirrorCam im neuen Actros.

Ein weiterer Baustein sind Crashtests. Ein klassisches Beispiel: der Anprall gegen eine Pritschenattrappe. Damit können die Forscher einen typischen Auffahrunfall eines Lkw auf einen anderen nachstellen.

Im Rechner – und trotzdem real.

Künftig werden die Experten zusätzlich Unfälle am Rechner nachstellen. So können sie am Bildschirm Crashs und Unfälle frei variieren – das bringt noch genauere Ergebnisse. Ihr besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Umständen, die zum Unfall geführt haben.


Das Ziel ist integrale Sicherheit.

Unfallforschung, Crashtests und Simulation am Rechner sind die drei Säulen der aktuellen Fahrzeugsicherheitsentwicklung. Auf dieser Basis verwirklicht Mercedes‑Benz sein Konzept der „Integralen Sicherheit“, die Fahrer in vier Phasen schützt: während der Fahrt, bei Gefahr, bei einem Unfall und nach einer Kollision.

Wie effizient nicht zuletzt dieses Konzept zur Verkehrssicherheit beiträgt, kann man an den Unfallzahlen ablesen. Laut Statistischem Bundesamt sank die Zahl der Todesopfer bei Lkw-Unfällen in Deutschland zwischen 1992 und 2018 um rund 60 Prozent. Die Zahl der Schwerverletzten ging um etwa 45 Prozent zurück – trotz enorm gestiegener Transportleistung.


Fotos: Daimler

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